Bäcker Ausbildung

Wenn du überlegst eine Ausbildung zum Bäcker zu machen, bist du hier genau richtig!

Aber auch, wenn du dich nur genauer darüber informieren möchtest, wie dein tägliches Frühstücksbrötchen, das Plunderstückchen für zwischendurch oder dein Abendbrot entsteht bist du hier ebenfalls richtig.

Zusätzlich bekommst du hier nützliche Lernunterstützung, wenn du bereits dabei bist, eine Ausbildung zum Bäcker zu machen.

Warum Bäcker werden?

Leider hat der Beruf des Bäckers einen schlechten Ruf, denn wenn man fragt, was die Leute über den Bäcker Beruf wissen, dann ist das meistens nur das frühe Aufstehen. Was sie nicht bedenken ist, das wenn man früh mit der Arbeit anfängt, man auch früh den Feierabend begrüßen kann und so tagsüber viel Freizeit hat.

Bei vielen Berufen ist man nur eine kleine, ersetzbare Nummer in großen Fabriken und Geschäften. Als Bäcker oder Bäckerin ist dies nicht der Fall. Jeden Tag wiegt man viele unterschiedliche Zutaten ab und erstellt aus ihnen die verschiedensten Teige, welche zu den leckersten Gebäcken werden, die wiederum ein Lächeln auf das Gesicht der Kunden zaubern, wenn diese zum Beispiel auf der Arbeit oder in der Schule in ihr Brötchen oder ihr Blätterteigstückchen beißen. Ich kann mir also immer sicher sein: Ich habe diesen Leuten den Tag verschönert!

Als Bäckerin oder Bäcker prägt man sich viele verschiedene Techniken ein. Vom Hefezopf herstellen zum Beispiel, erlernt man die Fähigkeit zu Flechten. Zusätzlich erlangt man die Fähigkeit Rezepte und sogar Teige zu lesen. OK. Spätestens jetzt fasst du dir an den Kopf und fragst dich: Hat der einen an der Klatsche? Ein Rezept zu lesen ist doch nichts weltbewegendes, dass kann doch jeder oder? Aber wie lese ich denn bitteschön einen Teig? Ist ja gut ich erkläre es ja schon: Stell dir vor du bekommst von einer Freundin oder von einem Freund ein Rezept eines überaus lecker aussehenden Kuchens überreicht. Diesen Kuchen möchtest du nun backen, doch während du die Zutaten für den Teig abwiegst, erkennst du sofort das da was nicht stimmen kann. Du weißt wie viel Hefe mindestens in den Teig muss und welche Salzmenge auf keinen Fall überschritten werden darf. Kurzum, dir macht keiner etwas vor, du bist nicht nur in der Lage den Kuchen zu backen, du hast das Wissen und Können das Rezept zu verfeinern und ein Meisterwerk daraus zu erzeugen.

Bäckerinnen und Bäcker können in fast jedem Land der Welt arbeiten. Überall wird deutsches Brot geliebt und in fast jedem Hotel oder Kreuzfahrtschiff arbeiten Bäcker, beste Voraussetzungen und viele Möglichkeiten also.

Du siehst, der Beruf des Bäckers / der Bäckerin brauch sich hinter keinem anderen Beruf verstecken.

Die Ausbildung:

Deine Ausbildung zum Bäcker oder zur Bäckerin dauert drei Jahre. Hast du einen Fachhochschulabschluss oder Abitur kannst du sie auf zwei Jahre verkürzen. Mit einem Realschulabschluss kannst du um 6 Monate verkürzen. Während deiner Lehrzeit arbeitest du als Bäckerlehrling in einer Bäckerei. Zusätzlich hast du die Pflicht, in der Berufsschule den Unterricht beizuwohnen. Nach anderthalb Jahren, also nach der Hälfte der Ausbildungszeit, findet die Zwischenprüfung statt.

Am Ende der Ausbildung musst du dich der Abschlussprüfung stellen. Hier gibt es einen theoretischen Teil und einen praktischen Teil. Hast du diese letzte Hürde hinter dir, bekommst du deinen Gesellenbrief überreicht und darfst dich von da an Bäckergeselle oder Bäckergesellin nennen.

Die möglichen Weiterbildungen:

Die bekannteste Weiterbildung, welche du als ausgebildeter Bäckergeselle oder als ausgebildete Bäckergesellin machen kannst ist die Weiterbildung zum Bäckermeister oder zur Bäckermeisterin. Als Meister oder Meisterin hast du die Erlaubnis eine eigene Bäckerei zu eröffnen und zu leiten. Zusätzlich hast du dann die Berechtigung Lehrlinge auszubilden. Desweiteren bekommst du als Bäckermeister oder Bäckermeisterin deinen eigenen Meisterbrief und darfst dich von da an Bäckermeister oder Bäckermeisterin nennen, was sich doch immer gut anhört oder? 🙂

Eine Ausbildung zum Konditor ist auch sehr empfehlenswert, da sich der Beruf des Konditors und der des Bäckers hervorragend ergänzen. Als Konditor eignest du dir die künstlerische Seite des Handwerkes an. Du erlernst während deiner Ausbildungszeit viele verschiedene Dinge. Unter anderem die Fähigkeit, die unterschiedlichsten Torten herzustellen und diese wunderschön zu garnieren. Die Ausbildung zum Konditor dauert 3 Jahre und findet im Betrieb und in der Berufsschule statt.

Es gibt die in Vollzeit 2 Jahre und in Teilzeit 4 Jahre dauernde Weiterbildung zum Lebensmitteltechniker oder zur Lebensmitteltechnikerin. Wenn du diese Weiterbildung machen möchtest benötigst du eine abgeschlossene Bäckerausbildung und mindestens 2 Jahre Berufserfahrung. Hast du sie erfolgreich abgeschlossen, bist du in der Lage in Großbäckereien und in großen Unternehmen, welche Produktionsmaschinen herstellen zu arbeiten.

Desweiteren kannst du dich zum Betriebswirt oder zur Betriebswirtin des Handwerkes weiterbilden lassen. Während dieser in Vollzeit 6 Monate und in Teilzeit 12 - 16 Monate dauernden Weiterbildung erlernst du Wissen über Steuer, Recht, Marketing und Personalführung. Diese Weiterbildung kannst du jedoch nur machen wenn du bereits Bäckermeister oder Bäckermeisterin bist.

Natürlich gibt es auch immer wieder die verschiedensten Schulungen, die du besuchen kannst. Diese dauern zwar meistens nur einen Tag, jedoch erlernst du dort Tipps und Tricks zu den verschiedensten Materialien, Zutaten, Backtechniken und Trends.

Die Bäckerkrankheit:

Die Bäckerkrankheit, auch Bäckerasthma genannt, ist eine allergische Erkrankung, die in vielen Fällen dazu führt, dass Betroffene sich beruflich anders orientieren müssen. Es tritt durch besonderst häufigen Kontakt mit bestimmten Lebensmitteln auf. Besonders häufig in der Bäckerei ist die Allergie gegen den unsichtbaren, feinen Mehlstaub, der beim Arbeiten mit Mehl automatisch in der Luft enthalten ist. Wird dieser Mehlstaub von einer Person mit Bäckerasthma eingeatmet, bekommt diese Atemnot und starken Husten. Oftmals wird eine Erkrankung erst dann entdeckt, wenn eine Person schon viele Jahre als Bäcker arbeitet. Auf jeden Fall sollte man umgehend die Berufsgenossenschaft kontaktieren. Diese zahlt die Umschulung oftmals komplett.

 

Albert Einstein: Phantasie ist wichtiger als Wissen, denn Wissen ist begrenzt.

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