Plunder

Plunderteig besteht aus einem Grundteig aus Hefeteig, in den Ziehfett in mehreren Arbeitsschritten eingearbeitet wird. Dieses Einarbeiten nennt man auch tourieren.

Es gibt 2 Arten von Plunderteig, welche sich hauptsächlich durch die Menge des Fettes und den Tourierschichten unterscheiden:

  1. Deutscher Plunder: Dieser wird mit 200 - 300g Fett  auf 1kg Mehl gemacht.
  2. Dänischer Plunder: Dieser wird kühl und nur kurz geknetet. Auf 1kg Mehl kommen 400 - 500g Fett. 

Plunderteige sollten immer kühl verarbeitet werden, damit das Ziehfett nicht weich und schmierig wird.

Die Unterschiede zwischen Plunder und Blätterteig sind vor allem die unterschiedliche Touriertechnik und die Hefe, welche in Plunderteigen drin ist, im Blätterteig jedoch fehlt, da dieser nur mit Wasserdampf gelockert wird.

Wenn du das erste mal vom tourieren eines Teiges hörst denkst du bestimmt: Oh man... Dass ist doch voll kompliziert, oder dass bekomme ich nie hin. Doch weit gefehlt! Wenn du dich an die gleich kommende Anleitung hältst, musst du dir um Plunder und Blätterteige in Zukunft niemals wieder Sorgen machen! (Bei Fragen stehe ich natürlich unter der E-Mailadresse tospindlerr@gmail.com zur Verfügung).

Aber keine Sorge, wir fangen mal gaaaaaanz vorne an: Damals in der Jurazeit hat Dino 1 den Dino 2 gebissen, dadurch... was? Das hat nichts mit Plunderteig zu tun? Stimmt. Aaaaber ich mag Dinos, die sind echt supi 🙂 🙂 🙂

Ok zurück zum Thema tourieren: Man unterscheidet hauptsächlich von einfachen Touren und von doppelten Touren. Bei der einfachen Tour wird die ausgerollte Teigplatte dreimal gefaltet bei der doppelten Tour viermal. Doch welche Tour ist für meinen Teig besser geeignet? Nun dass kommt darauf an, was du genau machen möchtest. Für Plunderteig solltest du zwei einfache Touren machen, für Blätterteig empfehle ich dir, zuerst eine einfache und dann eine doppelte Tour zu machen. Rechts siehst du ein Bild, durch das du es dir vielleicht leichter vorstellen kannst.

Bild kommt noch versprochen 🙂

Tourieren

2 einfache Touren:
 
1. Zuerst stellen wir den Grundteig her. Wie das geht erfährst du hier bei diesem Plunderrezept.
 
2. Hast du den Teig fertig solltest du ihn, mit den Händen zu einem Rechteck formen und dann abgedeckt 5 - 8 Minuten ruhen lassen. Während dieser Zeit kann er entspannen und lässt sich dann leichter ausrollen.
 
3. Schnappe dir nun dein Rollholz (es wird auch Nudelholz genannt, aber Rollholz klingt irgendwie cooler finde ich 😉 ) und rolle den Teig, auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche auf ungefähr 20 x 60 cm aus.
 
4. Lege nun die Butter in die Mitte des ausgerollten Teiges und packe sie im Teig ein.
 
5. Rolle den Teig nun erneut auf ungefähr 20 x 60 cm aus (und denke daran: Niemand schimpft mit dir, wenn du ihn nur auf 59 cm ausrollst 😉 ).
 
6. Kehre nun das Mehl von der Oberseite ab und teile den Teig dann gedanklich in drei gleichgroße Teile, die nun hochkant vor dir liegen.
 
7. Nehme dir nun das erste drittel und lege es in die Mitte.
 
8. Schnappe dir jetzt das andere drittel und lege es ebenfalls in die Mitte und zwar über die anderen Teile.
 
9. Wenn du alles richtig gemacht hast müsstest du nun ein neues Rechteck haben. Drehe es nun um ein Viertel nach recht oder links.
 
10. Wiederhole den Vorgang von Punkt 5 an.
 
11. Hast du das alles gemacht, staube den Teig leicht mit etwas Mehl, wickele ihn in Folie und gebe ihn für ca. 15 bis 20 Minuten in den Kühlschrank.
 
12. Sooo, der Plunderteig ist nun fertig. Rolle ihn nun ein letztes Mal aus und mache dann die Plunder deiner Wahl daraus.

Und nun: Hole dir Schürze, Mehl und co. und ran an den Teig du schaffst das. Denn wie der römische Autor Publilius Syrus schon sagte: NIEMAND WEIß, WAS ER KANN, BEVOR ER ES NICHT VERSUCHT!!!

Hier geht es zu einem Rezept das einfach nachzumachen ist, aber trotzdem super lecker schmeckt.

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